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Buchinformation

Titel: Max Stirner. An den Quellen des Existenzialismus
Autor: Henri Arvon
Herausgeber: Armin Geus
Aus dem Französischen von
Gerhard H. Müller und einem
Nachwort von Bernd Kast
Verlag: Basilisken-Presse im Verlag Natur & Text Brandenburg
Umfang: 96 Seiten
Format: 28 x 24 cm
Ausstattung: Broschur
Preis: CHF / Euro 36.–
ISBN: 978-3-941365-17-9

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Um was geht es?


Stirners Egoismus bedeutet nichts anderes als das, was er ausführlich und facettenreich mit dem Begriff «Eigenheit» beschrieben hat: die Grundbefindlichkeit des Eigners, desjenigen also, der von sich sagen kann: „Ich bin Mir alles und ich tue alles Meinethalben.“ Stirner spricht von Egoismus oder Eigenheit. Vorbild kann die christliche Religion sein. Sie hat sich einst von den heidnischen griechischen Göttern befreit, sie verdammte die heidnische Moral. Und was war der Grund der Christen für diese Abwendung von der heidnischen Religion? Sie täten es, meint Stirner, aus egoistischen Gründen, «um ihres Seelenheils willen». Erst dann, wenn Freiheit meine Freiheit, das heisst: egoistische Freiheit, Eigenheit, geworden ist, erst dann wird aus einem schönen, aber wirkunslosen Ideal ein für den Einzelnen entidealisiertes, aber wirkungsvolles, ins Leben eingreifendes, das Leben beeinflussendes Verhalten.